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Sommerakademie: „Widerständig und interdisziplinär – Ethnographie als epistemische Praxis“

Veranstaltung

eventBeginsOn
16.07.26
eventEndsOn
17.07.26

Wien

Veranstaltungszugang: Intern

Ethnographisches Forschen hat in den letzten Jahrzehnten weit über die Grenzen der (Europäischen) Ethnologie/Kulturanthropologie hinaus an Bedeutung gewonnen. Heute ist ethnographische Forschung in einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen präsent – von der Humangeographie über die Soziologie bis hin zur Rechtswissenschaft. Dabei wird „Ethnographie“ häufig auf ein methodisches Vorgehen – meist die teilnehmende Beobachtung – reduziert oder im Sinne eines methodischen Werkzeugs genutzt. Seltener wird jedoch reflektiert, welche epistemischen Voraussetzungen und Implikationen die ethnographische Forschungspraxis in den verschiedenen Disziplinen mit sich bringt. Durch ihre Involviertheit in die Forschung, sehen sich Ethnograph*innen außerdem immer wieder dem Vorwurf der Parteilichkeit und des Aktivismus ausgesetzt. Ethnographie ist widerständig – sie ist unbequem, macht Unsichtbares sichtbar, ist wissenschaftliche Arbeit jenseits des Elfenbeinturms und daher eine umkämpfte epistemische Praxis. Diese Annahme soll im Rahmen einer Sommerakademie mit Expert*innen diskutieren werden und damit einen Raum für Reflexion schaffen: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ethnographische Zugänge in unterschiedlichen disziplinären Kontexten ausgestalten, und was Forschende ausgehend davon über Ethnographie als epistemische Haltung lernen können.

Die Organisator*innen der Sommerakademie sind Helen Ahner, Sarah Klosterkamp und Thorsten Merl.

Arbeitsgruppen

beteiligte Mitglieder

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