KlimaLecture #1 Mikroplastik

Veranstaltung

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18.10.19

18:00 — 20:00

Einstein-Saal, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin

Veranstaltungszugang: öffentlich

Vortrag von Dr. Thomas Mani und Diskussion mit Mitgliedern der Jungen Akademie

Längst dominieren Kunststoffe die Materialien unseres Alltags. Von der Zahnbürste über das Mobiltelefon bis zum Auto – der hohe Plastikanteil einer schier unendlichen Palette an Produkten ist unübersehbar. Wurden in den 1950er Jahren global rund 1,5 Millionen Tonnen Plastik produziert, sind es heute bereits über 400 Millionen Tonnen. Der mehr als 250-fache Zuwachs innerhalb 70 Jahren zeugt von einem überwältigenden Siegeszug auf dem Weltmarkt.

In der Nutzung schätzen wir die enorme Widerstandsfähigkeit des Plastiks – in der Umwelt wird dies zum großen Problem: Es dauert dutzende bis hunderte oder gar tausende von Jahren, bis die Produkte abgebaut werden. Viel eher splittert Plastik in immer kleinere Teile – in Unmengen von Mikroplastik. Und weil ständig neuer Abfall dazukommt, reichert sich der Kunststoffmüll kontinuierlich an. So finden Forscherteams Makro- und Mikroplastik heute in jedem erdenklichen Winkel unseres Planeten. Während Säugetiere und Vögel von größeren Abfallstücken, etwa durch Verschlucken, bedroht sind, können Mikroplastikpartikel in den Verdauungstrakt von Kleinstlebewesen wie Fischen oder Plankton gelangen. Dort entfalten sich mechanische und toxische Gefährdungspotenziale aus stoffeigenen oder anhaftenden Substanzen (Weichmacher oder Pestizide). Die gesamte Nahrungskette ist davon betroffen, und somit ist auch der Mensch vor den Schattenseiten unseres Wundermaterials nicht gefeit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe KlimaLectures der Jungen Akademie, die die menschliche Einflussnahme auf das Ökosystem Erde beleuchten möchte, wird der Umweltwissenschaftler Dr. Thomas Mani am 18. Oktober 2019 von 18:00-20:00 Uhr über das menschengemachte Phänomen Mikroplastik und seine Folgen vortragen. Mani ist britisch-schweizerischer Doppelbürger. Er studierte Geografie und Nachhaltige Entwicklung in Basel und promovierte zum Thema Plastikverschmutzung in Fluss- und Meeresumgebungen. Er war unter anderem Gastwissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und war mit dem Forschungsschiff Polarstern auf Expedition in die Antarktis. Derzeit berät Mani diverse Umweltorganisationen rund um Fragen zu Mikroplastik. Er arbeitet aktuell bei der Schweizer Umwelt-NGO Pusch in Zürich.

Weitere Infos zur Veranstaltung können der Webseite entnommen werden.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

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